Afro Samurai - The Complete Murder Sessions [Blu-ray] [Director's Cut]

 

  • Format: Director's Cut
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 3. Juni 2016
  • Spieldauer: 232 Minuten

 

"Afro Samurai"
Als Kind muss Afro Samurai mit ansehen, wie sein Vater, ein ehrbarer Krieger, von dem gnadenlosen Killer Justice im Duell getötet wird. Justice raubt dem Toten das legendäre Stirnband Nummer Eins, das seinem Träger gottgleiche Kräfte verleiht. Statt auch Afro umzubringen, verhöhnt Justice den Jungen und überlässt ihm voller Hochmut sein eigenes Stirnband mit der Nummer Zwei. Beide Bänder sind durch eine geheimnisvolle Kraft miteinander verbunden: Während der Träger des Stirnbands Nummer Eins nur vom Besitzer der Nummer Zwei zum Kampf herausgefordert werden kann, darf jeder dahergelaufene Straßenräuber oder Strauchdieb den Besitzer von Nummer Zwei angreifen. Auch Jahre später - Afro Samurai ist längst zu einem perfekt ausgebildeten Samurai herangewachsen - muss sich der junge Krieger regelmäßig gegen die Attacken angeheuerter Mörderbanden oder ruhmsüchtiger Einzelkämpfer zur Wehr setzen. Afro Samurai meistert jede dieser Herausforderungen mit Coolness und eiskalter Präzision, getrieben von einem einzigen Ziel: Justice aufzuspüren und den Mord an seinem Vater zu rächen. Meile für Meile nähert Afro Samurai sich Justice' Bergfestung, begleitet von seinem redseligen Weggefährten Ninja Ninja und stets bereit, jeden zu töten, der sich ihm in den Weg stellt. Doch bevor es zur finalen Konfrontation mit Justice kommt, werden die Fähigkeiten des jungen Samurai auf eine harte Probe gestellt. Der blutrünstige Empty Seven Clan hat es auf sein Stirnband Nummer Zwei abgesehen - und die legendären Kampfmönche sind selbst für Afro ganz schön harte Nüsse...
Laufzeit: 140 Min.
Produktionsjahr: 2007
Regie: Fuminori Kizaki

 

"Afro Samurai - Resurrection"
Einige Jahre sind nach den Ereignissen des letzten Kampfes ins Land gezogen. Nach dem Erreichen seines Ziels hat Afro Frieden gefunden. Dieser währt allerdings nicht lange. Die Geister der Vergangenheit scheinen ihn wieder einzuholen, denn plötzlich taucht die Schönheit Sio mit ihrem Komplizen auf, um Rache an seinen begangenen Gräueltaten zu üben. So begibt sich Afro Samurai wieder auf den blutigen Pfad der Rache - nur, dass er diesmal selbst im Visier steht!
Laufzeit: 101 Min.
Produktionsjahr: 2009
Regie: Fuminori Kizaki

TESTERGEBNIS – Meinung der P.I.S.A.: 6,0 von 6,0 PISA PUNKTE!! Diese Rezension bezieht sich auf Afro Samurai - The complete Murder Sessions BD aus der Kategorie DVD / BluRay / 3D!!

Wenn Quentin Tarantino einen Anime machen würde... - dann würde er bestimmt wie Afro Samurai aussehen. Dieser verdammt coole afroamerikanische Samurai, der geradezu zu einem Rachefeldzug gezwungen wird, ist grandios gezeichnet und kann mit der dargestellten Brutalität jeden Tarantino-Fan begeistern. Die lässigen Sprüche und die chillige Art des Samurai ist einfach erfrischend und unterhaltsam zugleich. Auf der ersten Disk ist die 5-teilige OVA-Serie enthalten, die alleine für sich schon die volle Punktzahl verdient hätte. Auf der zweiten Disk ist die Fortsetzung als Film enthalten.

Beide Disks haben eine Gesamtspielzeit von 232 Minuten und können jeweils mit Bonus-Inhalten punkten. Zu diesen gehören unter anderem Trailer, Musik und vieles anderes. Das Bild liegt in ordentlichen 16:9 vor und der Ton in Deutsch und Englisch ist großartig. Die Bildschärfe ist beeindruckend und die großartigen Zeichnungen sind einfach atemberaubend. Das ganze wird noch durch die blassen Farben und den damit hervorgerufenenen Endzeitcharakter unterstützt. Kleiner Tipp von uns: unbedingt auch die englische Tonspur anhören, denn hier mischen Hollywood-Superstars wie Samuel L. Jackson, Lucy Liu und Mark Hamill mit.

Alles in Allem ist die Box ein absolutes Highlight und sogar für Nicht-Anime-Fans ein absoluter Hit. Blutig, lustig, cool, unberechenbar und düster – so muss gute Unterhaltung sein. Hier bleibt uns nur eins zu sagen: Cool, cooler, Afro Samurai! Beide Daumen hoch!!

Aku no Hana - Die Blumen des Bösen - Mediabook Vol. 1 [Blu-ray]

 

  • Sprache: Japanisch (DTS-HD 2.0), Deutsch (DTS-HD 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: KAZÉ Anime
  • Erscheinungstermin: 31. Juli 2015
  • Produktionsjahr: 2015
  • Spieldauer: 175 Minuten

 

Das Böse in uns

Wenn das Verlangen nach Liebe
die dunkle Seite der Seele berührt,
erblühen die Blumen des Bösen.

Eine rostige Stadt, ein klarer, blauer Himmel, eine unschuldige und reine Liebe … Unter dieser Oberfläche lauert das Böse. Es versteckt sich im Herzen des Mittelschülers Takao Kasuga, der mit dem Gedichtband „Die Blumen des Bösen“ von Baudelaire diese Saat nährt; ebenso wie das Gefühl etwas Besonderes – anders zu sein. Als er von seiner Mitschülerin Sawa Nakamura dabei beobachtet wird, wie er die Sportsachen seiner großen Liebe und Muse Nanako Saeki stiehlt, beginnt das Böse in seinem Innern plötzlich zu keimen. Zwischen ihm und den beiden Mädchen entsteht eine fesselnde Dynamik, die Kasuga immer wieder dazu zwingt, sein Selbstbild zu hinterfragen. Vielleicht ist er gar nicht besonders – und seine Liebe zu Saeki ebenfalls nicht so rein und ideal, wie er es aus seinen Gedichten kennt …

Surreal, und doch so realistisch. Poetisch, und doch so düster. Eine Coming-of-Age-Geschichte mit Anspruch, die komplett aus dem üblichen Raster fällt.

Extras: 56-seitiges Booklet

 

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Aku no hana ist die Anime-Umsetzung des gleichnamigen Manga von Oshimi Shūzō. Der Manga erzählt von Kasuga Takao, einem Mittelschüler einer japanischen Kleinstadt, der besessen ist von Büchern, insbesondere Charles Baudelaires bahnbrechender, 1857 erstmals veröffentlichter Gedichtsammlung Les Fleurs du mal. Kasuga stiehlt eines Tages nach Schulschluss im Affekt die Sportsachen seiner angebeteten Mitschülerin Saeki Nanako. Doch die antisoziale Schülerin Nakamura Sawa hat ihn dabei beobachtet und beginnt, ihn zu einer Reihe abnormer Handlungen zu erpressen. Erst widerwillig, später zunehmend fasziniert, begibt sich Kasuga mit Nakamura auf eine Reise hinter die Grenzen sozialer Normen und Erwartungen. Wie ihn Baudelaires Werken erwacht auch in ihm die titelgebende Blume des Bösen, und die Fassade des gesellschaftlichen Anstandes bröckelt Schicht für Schicht von ihm ab.

Für die Anime-Umsetzung beschritt Regisseur Nagahama Hiroshi (bekannt durch die hochgelobte Anime-Adaption des Kult-Mangas Mushi-shi) neue Wege. Er entschied er sich in Absprache mit Oshimi für das im Anime-Bereich selten genutzte Rotoskopie-Verfahren, bei dem zuvor real gedrehte Szenen für die Animation Frame für Frame überzeichnet werden. Dieses 100 Jahre alte Verfahren geht auf Animationspionier Max Fleischer zurück und wird in Animationskreisen meist für seine zwar authentischen, aber oft auch hölzern wirkenden Bewegungsabläufe kritisiert und gegenüber der klassischen Keyframe-Animation als nachteilig empfunden. Wie Aku no hana beweist, ist es aber nicht die Technik, sondern die Art und Weise ihrer Nutzung, die über die Qualität eines Werkes entscheidet.

Die Serie provozierte Anime-Fans 2013 durch seine Abkehr von den hyperstilisierten und ästhetisierten Figurendarstellungen, wie sie die Anime-Industrie seit Jahrzehnten prägen. In einer von Attraktivität und Niedlichkeit bestimmten Kulturlandschaft wirken die anatomisch lebensnahen Figuren aus Aku no hana wie ein Schlag ins Gesicht (und wurden von vielen Fans auch als solcher empfunden).

Nagahama setzt die gesellschaftliche Subversion auf Ebene der Handlung hier mit einer ästhetischen Subversion auf Ebene der Darstellung gleich und kleidet die selbstzerstörerische Reise der Hauptfiguren in verstörende, teils quälend intensive Bilder. Kein Realfilmmaterial hätte eine derart irritierende Wirkung erzeugen können wie die rotoskopierten Zeichnungen in Aku no hana. Die Künstlichkeit der Form lenkt die Aufmerksamkeit auf die realistischen Details der Darstellung; wo sich in Animes häufig nur die Körperteile bewegen, die für eine Szene gerade gebraucht werden, wird hier der Körper als Ganzes animiert und so jede nebensächliche Bewegung verstärkt und mit Bedeutung aufgeladen.

 

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Gleichzeitig macht Nagahama intensiv Nutzung des berüchtigten uncanny-valley-Effekts: Hierbei kommt es zu einem unbewussten Konflikt zwischen kognitiven Kategorien, bei der man nicht mehr entscheiden kann, ob man nun einen künstlich verfremdeten Realfilm oder einen sehr realistischen Animationsfilm vor sich hat. Die Ununterscheidbarkeit von in der Wahrnehmung Natürlichem und Künstlichem, Gezeichnetem und Gefilmtem, Lebendigem und Totem führt zu einem irritierenden, unwohlen, ja, unheimlichen Empfinden, bei dem man immer den Eindruck hat, dass irgendetwas nicht ganz richtig ist. Dieser Effekt wird im Animationskontext hauptsächlich bei hyperrealistischen menschlichen Figuren in 3D-Computeranimationsfilmen diskutiert und gilt als etwas, was Animationsmacher nach Möglichkeit eher vermeiden sollten.

Spätestens Richard Linklaters A Scanner Darkly bewies jedoch, wie der Effekt in der Rotoskopie produktiv genutzt werden kann, um eine surreale, entrückte Wirkung zu erzielen, bei der man sich um den Wirklichkeitsstatus des Gezeigten nie so ganz sicher sein kann. Aku no hana provoziert den uncanny-valley-Effekt auf ähnliche Art heraus; nur geht es hierbei weniger um ein paranoides Infragestellen der sichtbaren Realität. Vielmehr spielt der Anime mit der Verunsicherung darüber, ob das, was wir wahrnehmen, auch wirklich das ist, was wahrhaftig ist. Wie Baudelaire in seinen Gedichten fragen wir uns: Was lauert unter der glatten, gekünstelten Oberfläche der gesellschaftlichen Wirklichkeit?

So wie Rost, Dreck und abgeblätterte Farben an den Häusern einen Einblick hinter die Fassade der piekfeinen, aber im Verfall begriffenen Stadtlandschaft in Aku no hana gewähren, so versucht auch Nakamura, die saubere Oberfläche von Kasugas Erscheinung abzukratzen und sein wahres, düsteres und viel interessanteres Wesen offenzulegen. Die fast durchgängig dröhnende, sublime Ambient-Soundkulisse tut dabei ihr Übriges, die unscheinbar entrückte Atmosphäre der Serie akustisch zu untermalen.

Wie Baudelaire sucht auch Aku no hana die Schönheit im Verdrehten, Perversen und Unnatürlichen. Der Anime stört und verfremdet vertraute Sehgewohnheiten, gibt sich sperrig und unbequem, morbide und paradox. Seine Figuren leiden an Baudelaires Spleen, dem trübsinnigen Weltschmerz, der keine Erfüllung mehr in der entfremdeten banalen Alltagswelt finden kann. So wie Baudelaire das Abgründige in die Poesie brachte, um den Spleen zurückzudrängen, scheint auch Aku no hana die Banalitäten des gegenwärtigen Anime radikal in Frage zu stellen. Spätestens mit dem bizarren Ending Song von Asa-Chang & Junray mit seinen atonal und arhythmisch verzerrten und zerstückelten Vocals wird hierbei auch dem Letzten klar, dass Aku no haha von einem seltsam verstörenden, dunklen, aber auch faszinierend schönen Ort kommt; einem Ort, an dem seltene, ganz besondere Blumen wachsen.

TESTERGEBNIS – Meinung der P.I.S.A.: 5,0 von 6,0 PISA PUNKTE!! Diese Rezension bezieht sich auf Aku no Hana - Die Blumen des Bösen - Mediabook Vol. 1 aus der Kategorie DVD / BluRay / 3D!!

Mit der Blume des Bösen kommt eine ganz andere Art von Anime in unsere Wohnlandschaften. Schon der erste Blick auf die Serie zeigt, dass hier auf die typischen großäugigen Zeichnungen verzichtet wurde. Die Bilder machen eher den Eindruck, als ob hier ein Real-Film abgezeichnet oder sogar durchgepaust wurde. Die künstlerischen Zeichnungen sind ausdrucksstark und durch die starke Zurücknahme von Schatten und Farbabstufungen gleichzeitig eintönig und super interessant und abwechslungsreich. Die Story selbst verbindet die Geschichte der Blume des Bösen von Baudelaire mit einer unheilvollen Dreiecksbeziehung und zeigt den Hauptcharakter Takao, der auf Grund seiner Taten sich selbst hinterfragt. Dies führt auch beim Zuschauer zu einer Selbstbetrachtung.

Die BluRay hat auch vom Erscheinungsbild her etwas Besonderes. Werden Mangas immer von hinten nach vorne gelesen, zumindest nach unserem westlichen Verständnis, so ist auch die BluRay Hülle so zu „lesen“. Das Cover befindet sich auf der normalerweise als Rückseite dienenden Seite und gefällt sofort durch die schwarze Optik mit dem silbernen, erhabenen Print der Blume des Bösen. Die Rückseite ist mit einem Zettel beklebt, der den Inhalt zusammenfasst und die technischen Daten der BluRay zeigt.

In der Hülle befindet sich außer der Disk noch ein Booklet, das zu jeder der sieben enthaltenen Episoden eine Erklärung bietet und einzelne Punkte, Szenen oder Zusammenhänge erläutert. Auch ein kurzer Comic bzw Manga ist enthalten, der sich in Episoden durch das Booklet zieht. Die sieben Episoden haben eine Gesamtspielzeit von 175 Minuten und werden im Format 16:9 gezeigt. Der Ton in DTS 2.0 liegt in Deutsch und auch im beliebten Japanisch vor. Alles in Allem ein toller Auftakt für einen Anime, der ganz anderen Art. Die künstlerische kommt hier nicht zu kurz und die Augen werden beim Betrachten auf eine fantastische Reise geschickt. Durch die gewöhnungsbedürftige Optik und den stark künstlerischen Inhalt nicht für jeden Anime geeignet. Wer sich jedoch darauf einlässt wird belohnt. Wir freuen uns auf mehr.

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