Oliver Lars Fred Kalkofe (* 12. September 1965 in Hannover) ist ein deutscher Satiriker, Kolumnist, Buchautor, Schauspieler und Synchronsprecher.

 

Oliver Kalkofe wuchs in Langenhagen-Engelbostel und Peine auf. Nach dem Abitur 1984 machte er eine Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten und Wirtschaftsdolmetscher in Englisch und Französisch und studierte Publizistik, Anglistik und Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.

 

Radio

 

Seine Medienkarriere begann Kalkofe als Radiomoderator bei Radio RST. Mit dem Wechsel zum kommerziellen Radiosender ffn wechselte er in das komödiantische Fach. Dort schuf er zahlreiche Charaktere im Rahmen der Comedysendung Frühstyxradio (mit Oliver Welke, Dietmar Wischmeyer, Sabine Bulthaup, Andreas Liebold u. a.), die von anderen Radiosendern bundesweit übernommen wurden (etwa Horst Horstmann alias Märchenerzähler Onkel Hotte, Jürgen Ferkulat alias Gürgen, der Ferkelwämser in Die Arschkrampen).

Unter anderen erreichte die Figur des Onkel Hotte im Sendegebiet (vorwiegend Niedersachsen) eine hohe Bekanntheit und führte zu mehreren CD-Veröffentlichungen, in denen dann ein merkwürdiger Typ mit Hornbrille, Doppelrippunterhemd und Plüschtier-Hausschuhen ausgefallene Märchengeschichten zum Besten gab. Diese Märchengeschichten handeln meistens von Zwergen: Spiel mir das Lied vom Zwerg oder von Übergewichtigen: Tante Vettel. Charakteristisch für die Figur des Onkel Hotte war zudem das Verfälschen der deutschen Sprache: „gesägt, tun getan“.

 

Fernsehen

 

Seinen deutschlandweiten Durchbruch hatte er mit der (unverschlüsselten) Fernsehsendung Kalkofes Mattscheibe auf Premiere, die zuvor schon als Radiosendung auf radio ffn lief. Inhalt der Sendung ist „konstruktive Medienkritik“ in Form von satirischen Kommentaren zu Ausschnitten von Fernsehsendungen. Kalkofe tritt dabei häufig als einer der Mitwirkenden der Sendung verkleidet auf (oft auch in Frauen- und Doppelrollen) und imitiert deren Stimme und Gestik. Ebenso wurde gelegentlich auch der Originalbeitrag optisch manipuliert: Beispielsweise wurde die Moderatorin Carolin Reiber zum Platzen gebracht, und in einer anderen Folge vom Blitz getroffen. Für die Mattscheibe erhielt er 1996 den Grimme-Preis. Nach vierjähriger Pause, unterbrochen durch einige Sondersendungen für die ARD, liefen von 2003 bis 2005 neue Folgen auf ProSieben. Nach einer weiteren Pause begann die nächste Staffel am 24. Juni 2008.

Kalkofe trat auch mit dem Schlagermoderator Achim Mentzel auf. Mentzel war als ostdeutscher Moderator einer Volksmusiksendung zunächst nur Opfer der Mattscheibe, bis er den Spieß umdrehte und auf einer Schultafel, die Teil der Kulisse seiner Sendung war, der Satz „Kalki ist doof“ erschien. Kalkofe nahm den Ball auf, und es entwickelte sich über die Zeit ein reger Austausch von kleinen Gehässigkeiten via Fernseher. Inzwischen bekam Mentzel von Kalkofe eine kleinere Rolle in dessen Edgar-Wallace-Parodien Der Wixxer und Neues vom Wixxer.

Im Februar 2012 war er als Kino-Kolumnist einmal die Woche zu Gast bei Gottschalk Live.

Am 18. Juli 2012 wurde bekannt, dass die Mattscheibe ab Herbst desselben Jahres auf dem Free-TV-Sender Tele 5 zurückkehren soll. Zunächst seien 30 neue Folgen zu je 15 Minuten geplant, die ab Oktober zu sehen seien. Diese Rückkehr ins Fernsehen geschah dann wie angekündigt im Oktober 2012 unter dem Namen Kalkofes Mattscheibe Rekalked. Im Februar 2013 entschloss sich Tele 5 dazu, zehn weitere Folgen zu produzieren, die das Staffelende auf den Juli 2013 verschieben.

Ebenfalls auf Tele 5 startete am 29. März 2013 die Reihe Nichtgedanken, in der Kalkofe aus Autobiografien von polarisierenden Persönlichkeiten wie Bushido oder Bettina Wulff vorliest. Sowohl der Titel als auch die Gestaltung der Serie spielen auf die Sendung Nachtgedanken an. Angekündigt sind 30 Folgen. Seit Sommer 2013 moderiert er bei Tele 5 die Sendung Die schlechtesten Filme aller Zeiten (SCHLEFAZ), welche sich stark an der KTMA Serie Mystery Science Theater 3000 orientiert.

 

Kolumnen

Kalkofes Kolumne Kalkofes letzte Worte erscheint seit 1995 vierzehntäglich in der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm. Weiterhin schreibt er monatlich eine Filmkritik in der Cinema.

 

Sonstige Sprechrollen

 

In den Computerspielen Die Siedler – Das Erbe der Könige und The Bard’s Tale spricht er jeweils eine Figur (bei Siedler den Mentor und bei the Bards Tale den Protagonisten). Seit 2007 wirkt er in der Hörspiel-Soap …und nebenbei Liebe als Sprecher der Rolle des Matthias Schwenk mit. In der Hörspielparodie Die Ferienbande und das bumsfidele Geisterschiff spricht er den cholerischen und politisch fragwürdigen Sportlehrer der Bande.

In der seit dem Jahr 2000 produzierten Gruselhörspielserie, Geisterjäger John Sinclair, übernimmt Kalkofe diverse Nebenrollen. Im Ableger der ZDF-Serie Löwenzahn Löwenzähnchen lieh er im Herbst 2012 dem Protagonisten der Sendung, dem Hund Keks, die Stimme.

 

Rechtliche Auseinandersetzungen

 

Der Sänger Klaus Baumgart (Klaus und Klaus) verklagte Kalkofe 1995, als dieser ihn in seiner Sendung als „Freund Speckbulette“ bezeichnete. Nach mehreren Klageschriften wies das Landgericht Oldenburg die Klage in der Vorverhandlung zurück. Wie sich später herausstellte, wurde die Klage durch Baumgarts Management lediglich aus PR-Gründen lanciert.

Eine Klage der Produktionsfirma Fremantle gegen Premiere wurde 2000 vom Bundesgerichtshof (BGH) abgelehnt. Das Unternehmen hatte Klage eingereicht, da in Kalkofes Mattscheibe ohne Genehmigung Originalmaterial aus der Sendung Der Preis ist heiß gezeigt wurde, wobei die Satire – so die Sichtweise von Fremantle – geltendes Urheberrecht und Wettbewerbsrecht verletzte. In einer Pressemitteilung vom 13. April 2000 verlautbarte der BGH, dass Kalkofes Mattscheibe als urheberrechtlich neues und selbständiges Werk anzusehen ist und die durch die Rundfunkfreiheit (Art. 5 GG) geschützte Aufgabenstellung als nicht wettbewerbswidrig zu werten ist. Dieser Beschluss ist auch als „Kalkofe-Urteil“ bekannt.

 

Filmografie

 

Als Darsteller

1998: Kai Rabe gegen die Vatikankiller – Cameo

2002: Kubaner küssen besser (TV)

2004: Der Wixxer als Chief Inspector Even Longer (Kinofilm)

2004: Chili TV als Bürgermeister (TV, zusammen mit Achim Mentzel)

2006: Rumpelstilzchen – Auf Wache im Märchenwald (TV)

2007: Neues vom Wixxer als Chief Inspector Even Longer (Kinofilm)

2007: Hänsel und Gretel – Ein Fall für die Supergranny (TV)

2007: Der Goldene Nazivampir von Absam 2 – Das Geheimnis von Schloß Kottlitz – Cameo

2010: Jerry Cotton als Big Morrow (Kinofilm)

 

Als Synchronsprecher

1999: Mystery Science Theater 3000 – The Movie (zusammen mit Oliver Welke)

2004: Die Siedler – Das Erbe der Könige als Mentor

2005: Robots

2005: Isnogud – Der bitterböse Großwesir

2006: Celebrity Deathmatch (TV)

2006: Garfield 2

2006: Cars

2007: Little Britain (TV, Synchronstimme von Matt Lucas. Synchronisation zusammen mit Oliver Welke)

2008: Urmel voll in Fahrt

2009: Monsters vs. Aliens (Stimme von B.O.B.)

2009: B.O.B.'s bombastischer Durchbruch

2009: OSS 117 – Der Spion, der sich liebte (Stimme von OSS 117)

2009: El Superbeasto (Stimme von El Superbeasto)

2010: OSS 117 – Er selbst ist sich genug (Stimme von OSS 117)

2010: Konferenz der Tiere (Stimme von Smith)

2010: Megamind (Stimme von Minion)

2011: Come Fly with Me (TV, Nachfolgeserie von Little Britain, Synchronstimme von Matt Lucas. Synchronisation zusammen mit Oliver Welke)

2012: Löwenzähnchen (TV, Synchronstimme von Keks, vgl. Guido Hammesfahr und Löwenzahn)

2013: Epic – Verborgenes Königreich

2013: Planes (Spricht sowohl im US-Original, als auch in der deutschen Fassung die Rolle des Franz Fliegenhosen.)

 

Auszeichnungen

1991: Goldenes Kabel in Silber für die Radiomattscheibe

1996: Adolf-Grimme-Preis für Kalkofes Mattscheibe

1998: Deutscher Comedypreis für Kalkofes Mattscheibe

2004: DVD Champion – Creative Award für Kalkofes Mattscheibe

2007: DVD Champion – Creative Award für Neues vom WiXXer

2010: Sprecherpreis beim Trickfilmfestival Stuttgart für seine Rolle als Einzeller "B.O.B." in Monsters vs. Aliens

2011: Platin-Schallplatte für Kalkofes Mattscheibe Vol. 1

2011: Goldene Schallplatte für Kalkofes Mattscheibe Vol. 2

2011: KuH des Jahres gemeinsam mit neoParadise für seinen Auftritt in der gleichnamigen Sendung

 

CDs

 

1991: Die Arschkrampen – „Is mir schlecht!“ (mit Dietmar Wischmeyer)

1992: Onkel Hotte – „Onkel Hottes Märchenstunde“

1992: Onkel Hotte Teil 3 – „Ein Zwerglein hängt im Walde“

1993: Herr Radioven – Hallooooooooooooooooooooooooooo! (mit Andreas Liebold)

1993: Onkel Hotte – „10 Kleine Glatzenköpp“

1995: Onkel Hotte Teil 2 – „Spiel mir das Lied vom Zwerg“

1996: Kalk & Welk (mit Oliver Welke)

1997: Onkel Hotte – „Hotte X, Die unheimlichen Märchen des Horst Horstmann“

1998: Kalkofes Mattscheibe

1999: Kalk & Welk – „Zwei Engel der Barmherzigkeit“ (mit Oliver Welke)

2000: Super R-Win rettet die Welt

2001: Onkel Hotte – „Planet der Zwerge“

2004: 1500 Jahre Frühstyxradio: Am Anfang war das Ei

2005: Die Arschkrampen – „Satan Ziege!“ (mit Dietmar Wischmeyer)

2007: Und nebenbei Liebe (Staffel 1 Folge 1–10)

2007: Der Wixxer (Hörspiel)

2007: Neues vom Wixxer (Hörspiel)

2008: Und nebenbei Liebe (Staffel 2 Folge 1 -6)

2008: Kalkofe liest Asmussen – Oliver Kalkofe liest „Lachen ist gesund“ von Fips Asmussen (Hörbuch)

2009: Sherlock Holmes und Dr. Watson (Wupp! Die Dimensions-Jäger) (mit Bernhard Hoëcker)

2010: Hui Buh Das Schlossgespenst: Im Bann des Schwarzspukers

2010: Die Arschkrampen – Sooo saahddas aus ! (2 CDs)

2010: Die Arschkrampen – Arschkrampen Testament (3 CDs)

2011: Kalkofe liest Fragen Sie Dr. Ozzy!

2012: Agatha Christies Vier Frauen und ein Mord

2012: Die Abenteuer des Sherlock Holmes: Das blaue Karfunkel / Das gesprenkelte Band

2012: Die Abenteuer des Sherlock Holmes: Ein Skandal in Böhmen / Die Liga der Rotschöpfe

2012: Die Abenteuer des Sherlock Holmes: Die fünf Orangenkerne / Der Mann mit der entstellten Lippe

2012: Die Abenteuer des Sherlock Holmes: Eine Frage der Identität / Das Rätsel von Boscombe Valley

2012: Kalkofes Radio – Mattscheiben komplett (16 CDs)

2013: Kalkofe liest Mutter bei die Fische

2013: Die Abenteuer des Sherlock Holmes: Die Beryll-Krone / Die Blutbuchen

2013: Die Abenteuer des Sherlock Holmes: Der Daumen des Ingenieurs / Der adlige Junggeselle

2013: Die Memoiren des Sherlock Holmes: Silberstern / Das gelbe Gesicht

Bücher[Bearbeiten]

1997: Kalkofes letzte Worte, Bd. 1 (Eichborn Verlag)

1997: Kalkofes Mattscheibe (Buch) (Lappan Verlag)

1999: Kalkofes letzte Worte, Bd. 2 (Eichborn)

2001: Onkel Hotte Märchenstunde (Lappan Verlag)

2007: Der Wixer (Egmont Vgs)

2007: Neues vom Wixxer (Egmont Vgs)

2008: Kalkofes Letzte Worte – Geschafft! Wir sind blöd! (Lappan Verlag)

 

Hape Kerkeling (* 9. Dezember 1964 in Recklinghausen; eigentlich Hans-Peter Wilhelm Kerkeling) ist ein deutscher Komiker, Autor, Moderator, Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher.

 

Figuren

 

Evje van Dampen

Ist eine niederländische Paarberaterin, die sich mit verschiedensten Prominenten trifft (beispielsweise mit Günther Jauch im Zoo oder mit Udo Jürgens in dessen Villa). Sie tauchte zum ersten Mal in Hape trifft auf. Sie ist ein Fan von David Hasselhoff, der auch in einer Sendung auftrat. Ihr Arbeitsmotto lautet: „Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit!“

 

Gisela

Gisela wurde erstmals 2007 in der Show Guinness World Records – Die größten Weltrekorde gezeigt, wo Hape Kerkeling seinen neuen Horst-Schlämmer-Song vorstellte. Schlämmer trifft in einer Kneipe auf Gisela und verguckt sich sofort in sie. Doch was er auch versucht, Gisela sagt ihren rheinisch gefärbten Standardsatz „Nein, isch möschte nischt“. Das Lied gelangte auf Platz 20 der deutschen Charts.

Gisela ist Versicherungskauffrau und kommt aus Korschenbroich, der Nachbarstadt von Horst Schlämmers Wohnort Grevenbroich.

2009 sah man Gisela in zwei Werbe-Spots der Marke Krüger. Hier ist auch ihr Mann Wolfgang (ebenfalls gespielt von Kerkeling) zu sehen.

Im Film Horst Schlämmer – Isch kandidiere spielt Gisela ebenfalls mit. Sie ist wie bei ihrem ersten Auftritt Stammgast in der Kneipe und engagiert sich sehr dafür, dass Horst Schlämmer Bundeskanzler wird. So ruft sie zum Beispiel bei Domian an, um Schleichwerbung für die HSP zu machen.

Ende 2009 sowie Mitte 2010 kamen noch weitere Werbe-Clips mit Gisela und Wolfgang dazu.

 

Günther Warnke

Im April 2008 startete bei RTL die Ausstrahlung der siebenteiligen Comedyreihe Hallo Taxi, in der Hape Kerkeling den Taxifahrer Günther Warnke verkörpert. Die Sendung wurde 2007 in Düsseldorf aufgezeichnet und mit sechs versteckten Kameras gedreht. Günther trägt eine braune Kappe, außerdem eine Hornbrille und einen Schnauzbart. Günther Warnke kommt aus Düsseldorf. Er ist NRW-Meister im Wettrülpsen. Seine Lieblingsspeise ist Currywurst.

 

Hannilein

Kerkeling in Kerkelings Kinderstunde als vorlautes Vorschulkind Hannilein, das mit roter Pumuckl-Frisur, Latzhose und auf übergroßen Stühlen sitzend die Welt der Erwachsenen kommentierte. Hierzu übte sich Kerkeling eine spezielle, kinderähnliche Stimmfärbung an und ahmte, gerne mit einem Spielzeug in der Hand, die typischen unkontrollierten Bewegungen von Kleinkindern nach.

 

Horst Schlämmer

Unter dem Motto „Immer janz discht dran und knallhart nachjefracht“ tritt die Figur Horst Schlämmer als stellvertretender Chefredakteur des fiktiven Grevenbroicher Tagblatts auf. Bekleidet mit einem grau-beigen Trenchcoat, einer schwarzen Herrenhandtasche („der Schnapper aus Nappa“) am Arm und einem altmodischen goldfarbenen Ring am Finger führt er beispielsweise Interviews auf realen Veranstaltungen durch, wie zum Beispiel zur Bundestagswahl. Um seine Gegenüber zu verunsichern, schüttet sich Kerkeling vor jedem Auftritt als Horst Schlämmer ein Fläschchen Doornkaat über seinen Trenchcoat, um das Alkoholproblem der Figur Schlämmer sensorisch darzustellen. Weitere äußerliche Charakteristika der Figur sind eine Vokuhila-Frisur, eine altmodische Brille, ein Schnurrbart, ein Überbiss und ein mittlerer Bierbauch. Schlämmer ist außerdem starker Raucher und hat gesundheitliche Probleme, die er immer mit dem Satz „Ich habe…“ und dem betreffenden Körperbereich (Kreislauf, Rücken, Füße, Steiß) erwähnt. Zudem leidet er unter Schnappatmung. Diese Beeinträchtigungen hindern ihn freilich nicht daran, ständig junge attraktive Frauen in betont schleimiger Art „anzubaggern“, da seine Angebetete namens Gerti Kuhfuß (Wirtin seiner fiktiven Grevenbroicher Stammkneipe Wilddieb) nichts von ihm wissen will.

Schlämmer wurde am 16. Oktober 1957 in Korschenbroich (Rhein-Kreis Neuss) geboren und ist ein extrovertierter und fröhlicher Mensch, der im Grunde immer nur (berufsbedingt) die Wahrheit herausfinden möchte. Gerne bietet er dazu seinem Gegenüber eines seiner stets mitgeführten Fläschchen Doornkaat zum Brüderschaft trinken an, auch wenn es sich dabei um Prominente wie Ex-Verteidigungsminister Peter Struck, Schauspieler Ottfried Fischer oder Moderator Günther Jauch handelt. Die Figur Horst Schlämmer wurde ursprünglich für die RTL-Sendung Hape trifft entwickelt. Gleich in der ersten Folge am 23. April 2005 war die Figur mehrfach Teil der Sendung. Schlämmer berichtete u. a. von der Landtagswahl in Schleswig-Holstein.

Im Mai 2006 trat Schlämmer beim Prominenten-Special von Wer wird Millionär? auf und schaffte es als erster Kandidat, Günther Jauch selbst in die Rolle des Kandidaten zu drängen, indem er den Sitz des Moderators für sich in Anspruch nahm. Zusammen mit Jauch erspielte er 500.000 Euro für die Deutsche AIDS-Stiftung. Für diese Sendung wurde den beiden Akteuren 2006 der Deutsche Fernsehpreis verliehen. Horst Schlämmer erhielt außerdem den Sonderpreis des Deutschen Comedypreises 2006, unter anderem auch wegen des Auftritts mit Jauch. Anke Engelke überreichte den Preis in ihrer Rolle als Ricky und es kam zu einem humorvollen Dialog mit Horst Schlämmer.

Anfang 2007 führte Horst Schlämmer ein Weblog, in dem der Verlauf seines Führerscheinerwerbs u. A. durch Videos dokumentiert wird. Die Texte werden von seiner fiktiven Praktikantin Valerie verfasst. Es handelte sich hierbei um eine bezahlte PR-Kampagne des VW-Konzerns.

Mit Horst Schlämmer als Nebenfigur wurde ein PC-Spiel namens Weiße Bescheid entwickelt. Das Quizspiel wurde am 23. Mai 2007 in zwei verschiedenen Ausgaben veröffentlicht. Auch einige Singles wurden veröffentlicht: Am 3. Februar 2006 die Single Schätzelein, die unter anderem das an Herzilein von den Wildecker Herzbuben angelehnte Lied Schätzelein und Meine letzte Zigarette enthält; im September 2007 Gisela (Isch Möschte Nischt…), die sich bis auf Platz 28 der deutschen Charts platzieren konnte.

Am 20. August 2009 kam der Film Horst Schlämmer – Isch kandidiere! in die deutschen Kinos, bei dem Produzent Angelo Colagrossi Regie führte. In der Werbekampagne für den Film wirbt Horst Schlämmer für seine fiktive Partei HSP (Horst-Schlämmer-Partei), mit der er vorgeblich bei der Bundestagswahl 2009 antreten möchte. Im Film spielen unter anderem Simon Gosejohann, Hape Kerkeling als „Gisela“, „Angela Merkel“ sowie die Schlager-Diva „Uschi Blum“, aber auch Alexandra Kamp, Maren Kroymann und Norbert Heisterkamp mit. Horst Schlämmer wurde als Politclown bezeichnet.

Bei den 66. Internationalen Filmfestspielen von Venedig wurde 2009 im Feuilleton gerätselt, warum gerade die Hauptfiguren aus mehreren von Deutschen stammenden Wettbewerbsbeiträgen mit Rückenproblemen zu kämpfen haben (z. B. Soul Kitchen).[13] Laut Frankfurter Allgemeine Zeitung sei dies „filmhistorisch noch zu klären“.

Am 6. Juni 2009 trug er sich in das Goldene Buch der Stadt Grevenbroich ein.

Am 3. Oktober 2009 gab Hape Kerkeling bekannt, die Kunstfigur Horst Schlämmer eventuell bald „sterben“ zu lassen, um sich auf andere Projekte zu konzentrieren.[14] Ein Jahr später trat Kerkeling jedoch wieder als Horst Schlämmer in seiner Sendung Hapes zauberhafte Weihnachten auf.

 

Rico Mielke

Hape Kerkeling trat Ende der 90er Jahre beim Regionalsender TV.Berlin in einer Diskussionssendung mit dem Titel Auf den Punkt Berlin (moderiert von Heinrich Lummer) das erste Mal als Rico Mielke auf. In dieser Sendung fordert Rico Mielke als aufgebrachter Marzahner Kleingärtner, dass etwas gegen die Wildschweinplage unternommen werden müsse. Ausgestrahlt wurde diese Sendung im Rahmen der Sat.1-Reihe Darüber lacht die Welt.

Ein zweites mal diskutierte Kerkeling in seiner Rolle als Rico Mielke (diesmal Weihnachtshasser und ehemaliger Gefängnisfriseur) in einer Sendung des Kölner Lokalsenders center TV mit dem Moderator Michael Schwan und dem Pfarrer Hans Mörtter über die Abschaffung von Weihnachten. Ausgestrahlt wurde diese Sendung im Rahmen von Hapes zauberhafte Weihnachten am 17. Dezember 2010 bei RTL.

Der Stil von Rico Mielke zeichnet sich vor allem durch seine temperamentvolle Art aus, mit der er selbst über im Grunde lächerliche Probleme diskutiert. Dabei steigert er sich während des Gesprächs immer weiter in die Situation hinein, lässt seine Kontrahenten weder ausreden noch überhaupt wirklich zu Wort kommen und reagiert auf der anderen Seite überempfindlich auf Zurechtweisungen, die er am Ende immer zur Schikane gegen den von ihm so genannten „kleinen Sparer“ erklärt.

 

R.I.P. Uli

1999 gab sich Hape Kerkeling als Petri Danger Valkinnen mit seinen Kollegen Matti und Jaddi als finnische Gangsta-Rap-Band R.I.P. Uli aus. Mit der Single Helsinki is Hell, auf der, dem Gangsta-Rap-Klischee entsprechend, mit einer Aneinanderreihung von Schimpfwörtern das Genre parodiert wurde, erreichte R.I.P. Uli (der Name der Band leitet sich vom finnischen Wort ripuli für „Durchfall“ ab) Platz 45 der deutschen Single-Charts. Mit zu dem Erfolg beigetragen hat ein Auftritt der drei in der VIVA-Live-Sendung Interaktiv, bei dem sich Hape Kerkeling, Matti und Jaddi als bewusst provokative Rabauken gebärdeten, ohne dass die Moderatorin Milka den Komiker in seiner Rapper-Aufmachung erkannte. Mitglieder der Band waren auch Achim Hagemann und Jumbo Schreiner.

 

Siegfried Schwäbli

Der trottelige, stark weitsichtige und mit einer Brille aus Glasbausteinen ausgestattete Siegfried Schwäbli tritt von einem Fettnäpfchen ins andere und weiß oft nicht, wie ihm geschieht. So geriet er unter anderem mit Barbara Schöneberger auf dem Cannstatter Volksfest in Stuttgart in die Geisterbahn und fiel vor Angst fast in Ohnmacht. Die Figur Siegfried Schwäbli tauchte bereits Mitte der 80er Jahre in einigen Folgen von Känguru auf.

 

Uschi Blum

Uschi Blum ist der Charakter einer älteren Schlagerdiva. Kerkeling schlüpfte in seinem Film Kein Pardon (1993) erstmals in diese Rolle. In der Verfilmung des Hörbuchs Ein Mann, ein Fjord! (2008) lebte die Rolle wieder auf. Mit der parallel dazu veröffentlichten Single Sklavin der Liebe erreichte Uschi Blum die deutschen Singlecharts. Einen Bühnenskandal provozierte Uschi Blum in der Geburtstagsgala zu Hella von Sinnens 50. Geburtstag, wo sie auf die Frage nach ihrem Alter entsetzt die Veranstaltung verließ. Uschi Blum ist auch in Hapes Horst-Schlämmer-Film Horst Schlämmer – Isch kandidiere! zu sehen, als Unterstützerin der HSP. Zum Film steuerte sie das Lied Ich denke nur noch an mich bei.

Laut Homepage der Künstlerin ist Uschi Blum als Hildegard Sterczinski in Dinslaken geboren worden. Uschi sei bei ihrer allein erziehenden Mutter Hannelore Beate Sterczinski aufgewachsen. Der Vater sei unbekannt. Die Diva behaupte, das Ergebnis einer romantischen Liaison zwischen ihrer Mutter und dem Prinzen Elzany von Albanien zu sein. Dabei sei die Künstlerin aber, was sie immer betone, noch nie in Albanien gewesen. Legendär sind ihre Auftritte bei Wetten, dass..? und der Echoverleihung 2010. Über das Geburtsjahr gibt es aus unterschiedlichen Quellen verschiedene Angaben: 1949, 1957 oder 1968. Uschi Blum bestehe auf 1968. 2010 veröffentlicht Hape Kerkeling als „Uschi Blum“ die Single Moskau (feat. Friedrichstadtpalast Berlin), eine Cover-Version des Hits der Band Dschinghis Khan aus dem Jahr 1979. Außerdem präsentierte Uschi Blum in der Sendung Hapes zauberhafte Weihnachten im Dezember 2010 ihren Song Großer dicker Mann.

 

Wolfgang

Wolfgang ist der Ehemann von Gisela und tritt erstmals in dem Krüger-Werbespot im Sommer 2009 auf. Zum ersten Mal wurde er noch vor der Werbung-Premiere in dem Boulevard-Magazin Blitz gezeigt.

Wolfgang war zu der Zeit, als Gisela Horst Schlämmer zum ersten Mal in der Kneipe angetroffen hat, in Kur.

Wolfgangs leidenschaftliches Hobby sind Modelleisenbahnen.

 

 

Werke

  • Buch Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg. – Malik Verlag, München 2006, ISBN 3-89029-312-3; als Taschenbuch in englischer Übersetzung I'm Off Then. My Journey Along the Camino De Santiago. Free Pr 2009.
  • Hörbuch Hape Kerkeling liest „Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg“. (6 CDs) – Roof Music, Bochum 2006.
  • DVD Hape Kerkeling Live „Wieder auf Tour“ Sony BMG Spassgesellschaft! (VÖ: 16. März 2007; ca. 180 Minuten; Bildformat: 4:3 PAL; Tonformat: Stereo 2.0; Bonusmaterial: Best-of der TV-Auftritte von Horst Schlämmer)
  • Hörbuch Ein Mann, ein Fjord! von Angelo Colagrossi, Hape Kerkeling, Angelina Maccarone; Roof Music (VÖ: 30. März 2007).
  • Hörbuch Amore und so’n Quatsch von Angelo Colagrossi, Hape Kerkeling, Elke Müller; Roof Music (VÖ: 24. Oktober 2007).
  • DVD Hape Kerkeling Live „Wieder auf Tour“ (2 DVDs) Sony BMG Spassgesellschaft! (VÖ: 9. November 2007; ca. 210 Minuten, Bildformat: 4:3 PAL, Tonformat: Stereo 2.0; Bonus-DVD (ca. 30 Min.) mit Gisela und Making of

 

Filmografie (Auswahl)

  • 1989: Großstadtrevier: Dame in Not
  • 1993: Kein Pardon
  • 1995: Club Las Piranjas (Fernsehfilm)
  • 1996: Willi und die Windzors (Fernsehfilm)
  • 1997: Die Oma ist tot (Fernsehfilm)
  • 2001: Alles wegen Paul
  • 2003: Lindenstraße: Heldentum
  • 2004: Samba in Mettmann
  • 2008: Kung Fu Panda (Stimme von Po)
  • 2008: Ein Mann, ein Fjord! (Fernsehfilm)
  • 2009: Horst Schlämmer – Isch kandidiere!
  • 2011: Kung Fu Panda 2 (Stimme von Po)
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