Tobey Maguire [ˌtoː.bi.mæ.ɡʍaɪ.ər] (* 27. Juni 1975 in Santa Monica, Kalifornien, eigentlich: Tobias Vincent Maguire) ist ein US-amerikanischer Filmschauspieler und Filmproduzent.

Leben Kindheit und Jugend

Maguires Eltern waren bei seiner Geburt 18 und 20 Jahre alt. Sein Vater Vincent war Koch, verließ aber die Familie zwei Jahre nach Tobeys Geburt.

Während seiner Kindheit wechselte Maguire mit seiner alleinerziehenden Mutter häufig den Wohnsitz und lebte u.a. in Kalifornien, Oregon und Washington. 2007 erzählte Maguire in einem Interview mit der Zeitschrift „Player“, er habe während dieser Zeit zwölfmal die Schule gewechselt und durch die ständigen Neuanfänge einen Großteil seines Selbstbewusstseins verloren, schließlich sogar Magenprobleme bekommen. Früh war er alkoholabhängig geworden, besiegte aber mit 19 Jahren die Sucht mit Hilfe der Anonymen Alkoholiker, zu denen er sich öffentlich bekannte. Maguire wollte eigentlich wie sein Vater Koch werden, doch seine Mutter bot ihm 100 Dollar, wenn er statt des Hauswirtschaftskurses an der High School den Schauspielkurs belegen würde. Dieses Angebot nahm er an.

Nachdem er nach der neunten Klasse die Schule endgültig verließ, folgten Auftritte in diversen Werbefilmen und kleine Nebenrollen in Fernsehserien.

Karriere

Beim Vorsprechen für die Fernsehserie Parenthood lernte er Leonardo DiCaprio kennen, mit dem er inzwischen eng befreundet ist.

1992 bekam Maguire seine erste Hauptrolle in der Fernsehserie Great Scott!. Ein Jahr später bekam er eine Rolle neben DiCaprio und Robert De Niro im Spielfilm This Boy’s Life. Während der Film für DiCaprio den Durchbruch im Filmgeschäft darstellte, musste sich Maguire danach noch mit Rollen in Fernsehfilmen begnügen. Erst die Zusammenarbeit mit Ang Lee in Der Eissturm, einem Werk über die sexuelle Revolution der 1970er Jahre, verhalf Maguire 1997 zu größerer Bekanntheit. Woody Allen wurde auf ihn aufmerksam und besetzte ihn in seinem Film Deconstructing Harry.

In negative Schlagzeilen geriet er, als der Regisseur R. D. Robb den Kurzfilm Don’s Plum, entgegen der Abmachung mit den Hauptdarstellern DiCaprio und Maguire, veröffentlichen wollte. In dem spontan entstandenen Film unterhielten sich beide Schauspieler an einer Bar über vermeintlich anstößige Themen. Danach folgte ein kurzer Auftritt in Fear and Loathing in Las Vegas und die männliche Hauptrolle in Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein, bevor er in Lasse Hallströms Oscar-prämiertem Film Gottes Werk und Teufels Beitrag nach John Irvings gleichnamigem Roman die Rolle des „Homer Wells“ neben Michael Caine spielte. Durch diese Rolle wurde Maguires Ruf als talentierter Schauspieler gefestigt, den er durch eine weitere Zusammenarbeit mit Ang Lee beim Bürgerkriegsdrama Ride with the Devil und seiner Rolle in Die WonderBoys neben Michael Douglas und Robert Downey Jr. bestätigte.

Bedeutende Hauptrollen spielte Maguire in Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg sowie in den Comic-Verfilmungen Spider-Man und Spider-Man 2. Für den ersten der Spider-Man-Filme trainierte Maguire sechs Monate lang, um seinen Körper für die Rolle des Superhelden in Form zu bringen. Für seine Jockey-Rolle in Seabiscuit nahm er direkt im Anschluss zehn Kilogramm ab, um möglichst dünn und leicht zu wirken.

Der Film Spider-Man 3, in dem Maguire erneut die Hauptrolle spielte, lief am 1. Mai 2007 in den deutschen Kinos an. Entgegen zunächst anderslautenden Aussagen gaben Maguire und seine Filmpartner Kirsten Dunst und Sam Raimi im Januar 2010 bekannt, dass sie aus der Produktion für weitere Spider-Man-Filme ausgestiegen seien. Als Gründe wurden Differenzen über das Drehbuch und die Verjüngung des Protagonisten angegeben. Der Filmstart des vierten Teils der Reihe wurde auf Sommer 2012 verschoben.

Maguire trat auch als Produzent in Erscheinung, darunter in Spike Lees New-York-Film 25 Stunden.

Privatleben

Tobey Maguire ist seit dem 3. September 2007 mit Jennifer Meyer verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder. Ihre Tochter wurde am 10. November 2006 geboren, ihr Sohn am 8. Mai 2009.
Seit 1992 lebt Maguire als überzeugter Vegetarier, seit 2009 ist er Anhänger einer veganen Lebensweise.

Als professioneller Pokerspieler hat Maguire bereits über 200.000 US-Dollar an Preisgeldern gewonnen. Im Juni 2011 wurde gegen ihn Anklage wegen illegalen Glückspiels erhoben.

 Filmografie (Auswahl)

1989: Joy Stick Heroes (The Wizard)
1991: Eerie, Indiana
1993: This Boy’s Life
1995: Don’s Plum
1996: Duke of Groove Kurzfilm
1996: Die Fahrt ins Nirgendwo (Joyride)
1996: Verführung zum Mord (Seduced by Madness: The Diane Borchardt Story)
1997: Der Eissturm (The Ice Storm)
1997: Harry außer sich (Deconstructing Harry)
1998: Fear and Loathing in Las Vegas
1998: Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein (Pleasantville)
1999: Gottes Werk und Teufels Beitrag (The Cider House Rules')
1999: Wer mit dem Teufel reitet (Ride with the Devil)
2000: Die WonderBoys (Wonder Boys)
2001: Cats & Dogs – Wie Hund und Katz (Cats & Dogs) (Synchronstimme)
2002: Spider-Man
2003: Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg (Seabiscuit) (Auch ausf. Produzent)
2004: Spider-Man 2
2006: The Good German – In den Ruinen von Berlin (The Good German)
2007: Spider-Man 3
2008: Tropic Thunder (Cameo-Auftritt)
2009: Brothers
2009: Beyond all Boundaries (Synchronstimme)
2011: The Details

2013: Der große Gatsby (2013) (The Great Gatsby)

In Der Eissturm (The Ice Storm) und Gottes Werk und Teufels Beitrag (The Cider House Rules') wurde Tobey Maguire von Florian Bauer synchronisiert.

 

Ben McKenzie (* 12. September 1978 in Austin, Texas; eigentlich Benjamin McKenzie Schenkkan) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Einem breiten Publikum wurde er durch die Hauptrolle als Ryan Atwood in der US-Fernsehserie O.C., California bekannt. Er spielt zur Zeit den Officer Ben Sherman in der Drama-Serie Southland. Diese fiel der neuen Strukturierung NBCs zum Opfer, nach der der 22 Uhr Sendeplatz von fiktionalen Programminhalten befreit und durch die tägliche Jay Leno Show ersetzt wurde. Später wurde die Serie durch den US-Kabelsender TNT übernommen.

McKenzie wohnt in Manhattan Beach, Los Angeles County.


Leben und Karriere


McKenzie ist der Sohn von Pieter Schenkkan, einem Anwalt, und von Mary Frances Victory, die Autorin, Journalistin und Professorin an einer Universität in Texas ist. Er wurde in Austin, Texas, geboren und wuchs auch dort auf. Er hat zwei jüngere Brüder namens Nate und Zack.

Nach seinem Abschluss in Wirtschaft und Internationalen Beziehungen an der Universität von Virginia zog er nach New York, um seine Aufmerksamkeit der Schauspielerei zu widmen. Dort erhielt er zunächst in Off-Broadway-Produktionen verschiedene Rollen, bevor er nach Los Angeles ging und dort für eine der Hauptrollen in der Fernsehserie O.C., California engagiert wurde, die am 22. Februar 2007 mit der 4. Staffel zu Ende ging.

McKenzie ist politisch interessiert und auch aktiv. Er war einer der Sprecher bei der Versammlung der Demokraten im Sommer 2004. Er gewann außerdem zwischen 2003-2007 etliche Jugend-Awards für seine Rolle des Ryan Atwood in O.C., California.


Filmografie

 

2003–2007: O.C., California (The O.C.)
2005: Junikäfer (Junebug)
2007: 88 Minuten (88 Minutes)
2008: Johnny zieht in den Krieg (Johnny Got His Gun)
2008: LAPD
seit 2009: Southland als Officer Ben Sherman
2009: The Eight Percent

2011: Batman: Year One

Gastauftritte

2002: The District – Einsatz in Washington (The District), Folge 3.05
2003: JAG – Im Auftrag der Ehre (JAG), Folge 8.17
2004: MADtv, Folge 9.24

2011: Mission Scooby-Doo

2011: The Blisters: How Four Became Three

2013: Men at Work

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