DEEPWATER HORIZON

 

Regie: Peter Berg, mit Mark Wahlberg, John Malkovich, Kurt Russell, Kate Hudson, Dylan O’Brien – 107 Min.

 

KINOSTART: 24. November IM VERLEIH VON STUDIOCANAL

 

Zum Inhalt:

2010 steht die Ölbohranlage Deepwater Horizon kurz vor einem bahnbrechenden Rekord: Über 100 Millionen Barrel Öl sollen 70 Kilometer von der US-Küste entfernt aus dem Golf von Mexiko gefördert werden. Das Team um die beiden Chef-Techniker Mike Williams (Mark Wahlberg) und Jimmy Harrell (Kurt Russell) ist beauftragt, die Bohrung vorzubereiten, doch ein Test zeigt, dass der Druck auf das Bohrloch viel zu hoch ist. Trotz energischer Warnungen seitens der Crew geschieht, was man im BP-Konzern bis dahin für unmöglich hielt. Es kommt zu einen „Blowout“: Gas und Öl schießen unter enormem Druck unkontrolliert an die Oberfläche, mehrere gewaltige Explosionen sind die Folge. Über 120 Menschen sind plötzlich auf der Plattform eingeschlossen. Millionen Tonnen Öl strömen unkontrolliert ins Meer. Williams und sein Team setzen ihr eigenes Leben aufs Spiel, um die Verletzten zu evakuieren und Überlebende zu retten. Ein brandgefährlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

 

Blockbuster-Spezialist Peter Berg hat bereits mit „Hancock“ und „Lone Survivor“ sein Gespür für erstklassiges Action-Kino bewiesen. In DEEPWATER HORIZON rekonstruiert er die letzten, folgenschweren Stunden auf der Ölplattform und erzählt die packende Geschichte jener Männer, die bei dem Versuch, das Unvermeidliche abzuwenden, ihr Leben riskierten. Entstanden ist ein bildgewaltiges Action-Spektakel mit Starbesetzung. Neben Mark Wahlberg („Ted“, „Transformers: Ära des Untergangs“) in der Hauptrolle überzeugen John Malkovich („R.E.D.“), Kurt Russell („The Hateful 8“), Kate Hudson („Bride Wars – Beste Feindinnen“) und Dylan O’Brien („Maze Runner“-Reihe). DEEPWATER HORIZON ist eine Produktion von di Bonaventura Pictures, Closest to the Hole, Leverage Entertainment.

Deepwater Horizon: Chronologie und Folgen der Katastrophe

 

Um das im Golf von Mexiko gelegene Macondo-Ölfeld zu erkunden, welches vom Mineralölunternehmen BP betrieben wird, begann die Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ im Februar 2010 mit Bohrungen in den Meeresgrund. Die 121 Meter lange und 78 Meter breite sogenannte Halbtaucherbohrinsel befand sich dabei ca. 85 km vor der US-Küste. Am 20. April 2010 ereignete sich auf der Plattform ein Unfall mit katastrophalen Folgen[1].

 

20. April 2010

Auf der mit 126 Crewmitgliedern bemannten Bohrplattform kommt es um 21:45 Uhr (Ortszeit) durch einen „Blowout“ (Gas und Öl schießen unter enormem Druck unkontrolliert an die Oberfläche) zu einer gewaltigen Explosion, die 11 Menschen tötet. Zwei Tage lang versucht die US-Küstenwache, den nachfolgenden Brand mit Hilfe von Löschbooten unter Kontrolle zu bringen. Die verbleibenden 115 Arbeiter können sich von der Plattform retten.

 

Die Ursache des Unfalls war eine Reihe schwerer Fehler bei der Durchführung und der Absicherung des Bohrvorgangs. Insbesondere versagte der „Blowout-Preventer“ (BOP), ein zentrales Sicherheitselement, infolge zahlreicher technischer Mängel, die unter anderem auf eine unzureichende Wartung zurückzuführen waren.

 

22. April 2010

Die stark beschädigte „Deepwater Horizon“ sinkt. In 1.500 Metern Tiefe kommt das Wrack ca. 400 Meter neben der Bohrung, welche 5,5 Kilometer in den Meeresboden reicht, zum Liegen.

 

30. April 2010

Das aus dem Bohrloch strömende Öl verseucht die Küste des US-Bundesstaats Louisiana. Florida, Alabama und Mississippi rufen angesichts des herannahenden Öls den Notstand aus.

 

8. Mai 2010

Der Versuch, das Ausströmen des Öls so schnell wie möglich mit einer riesigen Stahlkuppel über dem Leck zu stoppen, misslingt.

 

16. Mai 2010

Durch die massigen Ölschwaden unter Wasser, liegt der Sauerstoffgehalt bereits 30 % unter dem Normalwert. Umweltschützer rechnen mit einer erheblichen Schädigung der Meereslebewesen.

 

4. Juni 2010

Ein über die defekte Bohrleitung gestülpter Trichter fängt laut BP nun einen Teil des Öls auf. Jedoch gelingt es weiterhin nicht, das Leck zu verschließen.

 

22. Mai 2010

Das Öl strömt weiter ins Meer und verschmutzt Meeresbewohner und Seevögel. Das Ausmaß der Verschmutzung der Küstengebiete ist groß. Helfer müssen machtlos zusehen, wie immer mehr Pflanzen und Tiere sterben.

 

17. Juli 2010

Fast drei Monate nach der Explosion auf der „Deepwater Horizon“ kann das Ausströmen des Öls aus dem Bohrloch endlich gestoppt werden. Insgesamt sind bis dahin 800 Millionen Liter Öl ins Meer gelangt. Die dadurch verursachte Ölpest im Golf von Mexiko entwickelt sich zu einer der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art.

 

1. Februar 2011

BP legt die Geschäftszahlen für 2010 vor: das Unternehmen fährt einen Verlust von 4,9 Milliarden Dollar ein. Die Ölkatastrophe kostet den Konzern nach eigenen Angaben 40,9 Milliarden Dollar.

 

4. September 2014

Im Zivil-Prozess wird entschieden: der BP-Konzern trägt die Hauptschuld am Unglück, weil er „grob fahrlässig“ handelte.

 

17. April 2015[2]

Auch 5 Jahre nach der Ölkatastrophe sind die Folgeschäden sichtbar. Experten des WWF bestätigen Warnsignale aus der Natur: Mit Ölschlamm bedeckte und zerstörte Tiefseekorallen, eine deutlich erhöhte Sterblichkeitsrate bei Tieren wie u.a. Delfine, sowie die Abnahme der Artenvielfalt. Die Langzeitfolgen und ob sich das Ökosystem im Golf wieder gänzlich erholt sind ungewiss.

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