Der US-amerikanische Tag des Kartenspiels (engl. National Card Playing Day) findet jedes Jahr am 28. Dezember statt
Eine kleine Typologie der Kartenspiele: Varianten und Gemeinsamkeiten
Historisch ist nicht hundertprozentig gesichert, seit wann man in Europa Kartenspiele kennt. Historiker gehen aber davon aus, dass die Spielkarten, die ihren Ursprung im China und Korea des 11.
und 12. Jahrhunderts hatten, ungefähr zeitgleich über die Berührungspunkte mit dem Orient nach Europa kamen. Seitdem haben sich zahlreiche Formen von Kartenspielen entwickelt.
Folgende exemplarische Varianten lassen sich dabei – ohne hier den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben – grob unterscheiden (alphabetische Reihenfolge):
- Ablegespiele: Hier geht es darum, die eigenen Handkarten möglichst schnell abzulegen. Gewinner ist in der Regel der Spieler, der zuerst keine Karten mehr auf der Hand hat. Die
bekanntesten Varianten dieser Spielart sind sicherlich Mau-Mau und Uno.
- Anlegespiele: Um zu gewinnen, gilt es möglichst viele Karten nach einem vorgegebenen Schema an- oder abzulegen.
- Augenspiele: Ähnlich den Stichspielen gilt es bei den sogenannten Augenspielen darum, möglichst viele Punkte zu sammeln. Wobei hier die Zahl möglicher Stiche in der Regel nicht
entscheidend ist. Im deutschsprachigen Raum kennt und spielt man diese Variante des Kartenspiels vor allem als Doppelkopf, Schafkopf und Skat. Siehe dazu auch den Beitrag zum Weltschafkopftag am 12.
Januar.
- Raubspiele: Wer bei diesen Kartenspielen gewinnen will, muss möglichst viele offene Karten der Mitspieler mit den eigenen Handkarten „erbeuten“. Gewinner ist in der Regel
derjenige Spieler, der am Ende alle oder die meisten Karten hat.
- Sammelspiele: Der Name ist bei diesen Kartenspielen sozusagen Programm, denn es geht darum, möglichst viele Karten bzw. Kartenkombinationen zu sammeln. Hier ist hauptsächlich das
Quartett als populäre Form zu nennen.
- Stichspiele: Ziel dieser Kartenspielvariante ist es, möglichst viele Stiche, also Spielrunden zu gewinnen. Der Spieler mit den meisten Stichen gewinnt dann in der Regel auch das
Spiel. Global gesehen gilt Bridge als die bekannteste und populärste Form des Stichspiels.
- Wettspiele: Bekannt durch Poker, Blackjack oder 17 und 4 geht es hier darum, auf eine bestimmte Zahl oder ein vorhandenes Blatt beim Gegner mit den eigenen Karten zu wetten.
Daher auch diese Kategorisierung.